
Symphytum officinale
Plantae · Tracheophyta · Boraginaceae · Symphytum · Boraginales · Magnoliopsida
Auch: Consolida major, Symphytum album, Symphytum almagroi, Symphytum ambiguum, Symphytum besseri, Symphytum coccineum, Symphytum commune, Symphytum consolida, Symphytum elatum, Symphytum majus, Symphytum microcalyx, Symphytum molle, Symphytum patens, Symphytum peregrinum, Symphytum pictum, Symphytum stenophyllum, Symphytum variegatum
Mehrjährige krautige Pflanze (Hemikryptophyt) mit aufrechten, verzweigten Stängeln von 30–150 cm Höhe. Blätter sind groß, herzförmig bis eiförmig und behaart. Blüten sind klein, violett bis rosa in doldenartigen Blütenständen.
Entzündungshemmend, schmerzlindernd, wundheilungsfördernd
Traditionell als topische Anwendung für Prellungen, Brüche und Wunden verwendet. Bekannt für die Beschleunigung der Reparatur und Neuausbildung von beschädigtem Gewebe sowie zur Reduzierung von Entzündungen.
Behaarte Stängel, herzförmige Blätter mit stängelumfassender Basis, kleine violett-rosafarbene Blüten in doldenartigen Blütenständen.
Mehrjährige krautige Pflanze (Hemikryptophyt)
Feuchte Wiesen, Flussufer, Wegränder, Gärten
stark
Herkunft der Einstufung: Pyrrolizidinalkaloide (in der Zeile genannt): lebertoxisch und kumulativ — innerliche Anwendung ist in DE/AT deshalb beschränkt. Stufe gedeckt.
Bei Einnahme ueber den Mund drohen Leberschaeden durch die Pyrrolizidinalkaloide: sie loesen in ihrer 1,2-ungesaettigten Form das hepatische sinusoidale Obstruktionssyndrom aus, einen Verschluss der kleinen Lebervenen. Warnzeichen sind Muedigkeit, Appetitverlust, Gelbfaerbung von Haut und Augen, Oberbauchschmerzen und dunkler Urin — bei diesen Zeichen die Anwendung sofort beenden und aerztlichen Rat einholen.
Zum Zeitpunkt der HMPC-Bewertung waren fuer die aeusserlich angewendeten Zubereitungen keine Nebenwirkungen berichtet. Bei Einnahme ueber den Mund droht dagegen die Wirkung der Pyrrolizidinalkaloide: sie loesen in ihrer 1,2-ungesaettigten Form beim Menschen das hepatische sinusoidale Obstruktionssyndrom aus, einen Verschluss der kleinen Lebervenen.
Nur aeusserlich anwenden, nur bei Erwachsenen und nicht laenger als 10 Tage. Die Wurzel enthaelt Pyrrolizidinalkaloide, die bei Einnahme ueber den Mund lebertoxisch wirken. Der Hoechstwert liegt bei 0,35 Mikrogramm Pyrrolizidinalkaloiden pro Tag. Auf unversehrter Haut und bei kurzer Anwendung ist kein nennenswertes Risiko zu erwarten — auf offene Wunden gehoert die Zubereitung deshalb nicht.
Die Belastung mit Pyrrolizidinalkaloiden addiert sich ueber alle Quellen. Wer gleichzeitig andere pyrrolizidinalkaloidhaltige Pflanzen anwendet — etwa Huflattich, Pestwurz oder Borretsch — oder entsprechend belastete Lebensmittel verzehrt, ueberschreitet den Tageshoechstwert von 0,35 Mikrogramm entsprechend schneller.
Dieser Eintrag wird noch ergänzt.
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