
Kräuterwissen

Gewöhnliche Berberitze
Berberis vulgaris
Plantae · Tracheophyta · Berberidaceae · Berberis · Ranunculales · Magnoliopsida
Auch: Berberis angulizans, Berberis bigelowii, Berberis calliobotrys, Berberis lycium
Über die Pflanze
Ein mehrjähriges, ausdauerndes, immergrünes Strauchgewächs mit Dornen. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von 1–4 m.
Wirkung
Antibakteriell, entzündungshemmend, immunmodulatorisch
Anwendung
Purgieren der Leber von Choler, behandeln von Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Juckreiz und Skabien
Überlieferte Heilwirkungen
- Theoretisch zur Unterstützung bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt
Kulturelle Bedeutung
- Persische Küche: Zereshk (Berberitzenbeeren) als Gewürz in Reisgerichten
- Europäische Küche: „Zitrone des Nordens“ als Vitamin-C-Quelle
Erkennungsmerkmale
Tiefrote Beeren im Spätfrühling/Herbst; gelbe Blüten in Panikeln (3–6 cm lang)
Wuchs
Blütezeit
Standort
Sonnig bis halbschattig, durchlässiger Boden
Herkunft
Europa, Westasien, Nordafrika
Verwendete Pflanzenteile
Zubereitung
Sammeln
- Monate: [8, 9, 10] · Hinweis: Reife Beeren lassen sich leicht zwischen den Fingern zerdrücken. · Bedingungen: nach dem ersten leichten Frost, dunkelrot und weich · Pflanzenteil: Frucht · Reifezustand: reif|überreif
- Monate: [4, 5] · Pflanzenteil: Blüte
- Monate: [3, 4, 5, 9, 10] · Hinweis: Nur mit Sondergenehmigung und Fachwissen. Giftig! · Bedingungen: Frühling oder Herbst, nicht selbst sammeln! · Pflanzenteil: Wurzel|Rinde
Inhaltsstoffe
- Berberin, Jatrorhizin, Palmatin
Ätherische Öle
- lupeol
- lupeol
- oleanolic acid
- oleanolic acid
Sicherheit und Wechselwirkungen
Giftigkeit
schwach
Herkunft der Einstufung: Berberin/Jatrorhizin außerhalb der reifen Beeren. Berberitze ist Heil- und Speisepflanze; relevante Mengen nur bei Wurzelrinden-Zubereitungen. [bewertet 2026-08-12,]
Giftige Teile
- Alle Teile außer reifen Beeren sind giftig
Nebenwirkungen
- Näuse, Erbrechen, Durchfall (hochdosierte Berberin kann Leberschäden verursachen)
Gegenanzeigen
- Schwangere/Stillende sollten vorsichtig sein
Höchstmenge
ein Viertelliter täglich
Wechselwirkungen
Zu Wechselwirkungen liegen uns hier keine Angaben vor. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Wenn du Medikamente nimmst, frag bitte deine Ärztin oder in der Apotheke nach.
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