Digitalis purpurea
Plantae · Tracheophyta · Plantaginaceae · Digitalis · Lamiales · Magnoliopsida
Die Digitalis purpurea, auch bekannt als Roter Fingerhut, ist eine Pflanze mit einer hohen toxizität.
tödlich
Herkunft der Einstufung: Herzglykoside (in der Zeile genannt): Digitoxin/Digoxin, geringe therapeutische Breite, Rhythmusstörungen bis Kammerflimmern. Stufe gedeckt.
Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Bewusstlosigkeit, Tod.
Vergiftungszeichen sind Herzrhythmusstoerungen unterschiedlicher Art mit kennzeichnenden EKG-Veraenderungen, dazu Uebelkeit, Erbrechen und Sehstoerungen. Kaliummangel, Magnesiummangel und Kalziumueberschuss verstaerken die Wirkung und machen eine Vergiftung auch bei niedrigem Blutspiegel wahrscheinlich.
Alle Teile hochgiftig (Herzglykoside). Keine Selbstmedikation. Nur unter ärztlicher Aufsicht.
Amiodaron, Verapamil, Chinidin und Diltiazem heben den Digitalis-Spiegel im Blut und koennen dadurch eine Vergiftung ausloesen. Ursache ist die Hemmung des P-Glykoprotein-Transports in den Nierenzellen: die Ausscheidung sinkt, der Wirkstoff reichert sich an. Bei gleichzeitiger Gabe wird die Dosis um 25 bis 50 Prozent verringert und der Spiegel ueber mehrere Wochen woechentlich kontrolliert. Ebenso gefaehrlich sind Arzneimittel, die den Elektrolythaushalt verschieben — etwa entwaessernde Mittel: Kaliummangel, Magnesiummangel und Kalziumueberschuss steigern die Empfindlichkeit, sodass schon uebliche Blutspiegel vergiften.
Dieser Eintrag wird noch ergänzt.
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