ZumWohlsein — Nicole Wohlsein, Dipl. Kinesiologin
Kräuterwissen
Eisenhut

Eisenhut

Aconitum napellus

Plantae · Tracheophyta · Ranunculaceae · Aconitum

Auch: Aconitum funkianum, Aconitum nutans, Aconitum occidentale, Aconitum occidentale splendens, Aconitum willdenowii

Über die Pflanze

Ausdauernde, krautige Pflanze mit dunkelblauen bis violett-blauen Blüten. Wächst in feuchten, schattigen Lebensräumen.

Anwendung

Anwendungsgebiete: zur Anwendung auf unversehrte Haut, um Schmerzen von Blutergüssen oder neurologischen Erkrankungen zu lindern. In der Homeopathie als Analgetikum und Sedativum verwendet.

Erkennungsmerkmale

Helmbildende Blütenstände (1–2 cm hoch), Balgfrüchte mit vielen Samen

Wuchs

Sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze (Perenniale)

Herkunft
Kontinente
['Europa', 'Asien']
Laender
['DE', 'AT', 'CH']
Klimazonen
['gemäßigt']
Verwendete Pflanzenteile
  • Wurzel
Sammeln
  • Monate: [3, 4, 10, 11] · Hinweis: Vorsicht: Alle Teile sind hochgiftig, nur mit Schutzausrüstung und professioneller Anleitung ernten. · Bedingungen: Frühling (März–April) oder Herbst (Oktober–November), bevor die Pflanze blüht oder nach der Blüte. · Pflanzenteil: Wurzel · Reifezustand: vor Reife|Knospe|null
  • Monate: [6, 7] · Hinweis: Vorsicht: Samen sind ebenfalls giftig. · Bedingungen: Juni–Juli (Schnabel der Balgfrüchte offen). · Pflanzenteil: Samen · Reifezustand: reif|überreif
  • Monate: [7, 8] · Hinweis: Vorsicht: Blüten sind extrem giftig. · Bedingungen: Juli–August (nur für traditionelle Anwendungen). · Pflanzenteil: Blüte · Reifezustand: reif|überreif
  • Hinweis: Vorsicht: Blätter sind hochgiftig. · Bedingungen: Nicht empfohlen (hohe Toxizität, nur in Notfällen mit Schutzausrüstung). · Pflanzenteil: Blatt · Reifezustand: vor Reife|Knospe|null
  • Hinweis: [] · Pflanzenteil: Sporen|Rinde|Frucht|Zweig|Gesamtpflanze
Inhaltsstoffe
  • Terpenoidalkaloide, insbesondere Aconitin
Sicherheit und Wechselwirkungen

Giftigkeit

tödlich

Herkunft der Einstufung: Terpenoidalkaloide/Aconitin (in der Zeile genannt). A. napellus ist die giftigste Pflanze Mitteleuropas. Stufe gedeckt.

Giftige Teile

  • alle

Teile und Zubereitungen im Einzelnen

  • Knolle · frisch — giftig
    Beim Menschen bewirken bereits 0,2 g der Pflanze Vergiftungserscheinungen, 2 bis 4 g, etwa der frischen Wurzel, sind innerhalb von 30 bis 45 Minuten tödlich.
  • Wurzel · frisch — giftig
    Beim Menschen bewirken bereits 0,2 g der Pflanze Vergiftungserscheinungen, 2 bis 4 g, etwa der frischen Wurzel, sind innerhalb von 30 bis 45 Minuten tödlich.
  • Gesamtpflanze · frisch — giftig
    Bei Einnahme kommt es zu Kälteempfindlichkeit, Übelkeit, Darmkoliken, nervöser Erregung, Ohrensausen, Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Krämpfen (beispielsweise Schlingkrämpfen) sowie in schweren Fällen zu Lähmungen. Der Herzrhythmus beschleunigt sich und der Tod tritt meistens infolge einer Lähmung der Atemmuskulatur ein.

Vergiftungszeichen

Die toedliche Dosis des Aconitins betraegt beim Erwachsenen 2 bis 6 Milligramm; Vergiftungszeichen treten bereits ab etwa 0,2 Milligramm auf. Das Gift wirkt auf erregbare Zellen — Nervenzellen und Herzmuskelzellen —, indem es die Natriumkanaele dauerhaft geoeffnet haelt. Folgen sind Bewusstseinstruebung bis zur Bewusstlosigkeit, Blutdruckabfall und Kammerrhythmusstoerungen bis zum Herzstillstand. Ein Gegenmittel gibt es nicht; behandelt wird symptomatisch, bei langsamem Puls mit Atropin, in schweren Faellen mit Noradrenalin, Amiodaron, elektrischer Kardioversion und fruehzeitiger Blutreinigung.

Nebenwirkungen

Die toedliche Dosis des Aconitins betraegt beim Erwachsenen 2 bis 6 Milligramm; Vergiftungszeichen treten bereits ab etwa 0,2 Milligramm auf. Das Gift wirkt auf erregbare Zellen — Nervenzellen und Herzmuskelzellen —, indem es die Natriumkanaele dauerhaft geoeffnet haelt. Folgen sind Bewusstseinstruebung bis zur Bewusstlosigkeit, Blutdruckabfall und Kammerrhythmusstoerungen bis zum Herzstillstand. Ein Gegenmittel gibt es nicht; behandelt wird symptomatisch, bei langsamem Puls mit Atropin, in schweren Faellen mit Noradrenalin, Amiodaron, elektrischer Kardioversion und fruehzeitiger Blutreinigung.

Gegenanzeigen

Keine Anwendung in Eigenregie. Die Pflanze gilt als eine der giftigsten Europas; schon der Umgang mit frischen Pflanzenteilen kann Beschwerden ausloesen, weil Aconitin ueber die Haut aufgenommen wird. Zwischen wirksamer und toedlicher Menge liegt fast kein Abstand, und ein Gegenmittel existiert nicht. — Ergänzend aus dem bisherigen Katalogeintrag (ohne Quellenangabe): Gegenanzeigen: Aconite ist hochgiftig und unterliegt in einigen Ländern gesetzlichen Einschränkungen. Nur unter professioneller Aufsicht verwenden.

Wechselwirkungen

Zu Wechselwirkungen liegen uns hier keine Angaben vor. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Wenn du Medikamente nimmst, frag bitte deine Ärztin oder in der Apotheke nach.

Dieser Eintrag wird noch ergänzt.

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