ZumWohlsein — Nicole Wohlsein, Dipl. Kinesiologin
Kräuterwissen
Aristolochia grandiflora

Aristolochia grandiflora

Plantae · Tracheophyta · Aristolochiaceae · Aristolochia · Piperales · Magnoliopsida

Auch: Aristolochia gigantea, Aristolochia gigas, Aristolochia gigas sturtevantii, Aristolochia gorgona, Aristolochia pichinchensis, Aristolochia sturtevantii, Aristolochia tapilulensis, Howardia foetens, Howardia grandiflora

Über die Pflanze

Perennis tropische Kletterpflanze bis zu 12 Meter lang, herzförmige Blattränder bis zu 30 cm breit, schwacher muffiger Geruch, der Fliegen anzieht.

Wirkung

Topische Wundheilung, entzündungshemmend, Verdauungsunterstützung, Menstruationskrampfentlastung, Gelenkschmerzlinderung

Anwendung

zum Behandeln von Schlangenbissen

Überliefertes Wissen

Bestäubung durch Fliegen über mehrere Tage, traditionelle Erfahrung als Grundlage für Zulassung von Phytopharmaka

Erkennungsmerkmale

Tropfenförmige Blütenkessel, zylindrische Reuse, herzförmige Blätter bis zu 25 cm breit mit grün/weiß und purpurnen/braunen Venen.

Wuchs

Kletterpflanze

Herkunft

Zentralamerika und Teile des Amazonasbeckens

Verwendete Pflanzenteile
  • Wurzel
Inhaltsstoffe
  • stigmast-5-en-3-ol
  • stigmast-5-en-3-ol, (3β)-
  • ethyl palmitate
  • 14-methyloctadec-9-enoic acid
  • ethyl octadec-9-enoate
  • (+)-isostearic acid
  • methyl pentadecanoate
Sicherheit und Wechselwirkungen

Giftigkeit

tödlich

Herkunft der Einstufung: Gattung Aristolochia führt durchgängig Aristolochiasäure (NTP/IARC Gruppe 1 Humankarzinogen, Nierenversagen/Balkan-Nephropathie); in der EU als Arzneidroge verboten. Gleiche Einstufung wie A. clematitis (11.08.). [bewertet 2026-08-12,]

Giftige Teile

  • Wurzel

Teile und Zubereitungen im Einzelnen

  • Wurzel · roh — giftig
    für Tiere giftig

Vergiftungszeichen

Aristolochiasäure-Nephropathie: schleichendes Nierenversagen mit interstitieller Fibrose, oft ohne Frühwarnzeichen. Später Blutarmut, Bluthochdruck, Harnzwang. ⚠ Deutlich erhöhtes Risiko für Harnwegs- und Nierenbeckenkarzinome — die Latenz beträgt Jahre bis Jahrzehnte, ein akutes Vergiftungsbild fehlt. Genau das macht die Pflanze gefährlich: Wer sie einnimmt, merkt nichts. [ergänzt 2026-08-16,/T1]

Wechselwirkungen

Zu Wechselwirkungen liegen uns hier keine Angaben vor. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Wenn du Medikamente nimmst, frag bitte deine Ärztin oder in der Apotheke nach.

Dieser Eintrag wird noch ergänzt.

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