ZumWohlsein — Nicole Wohlsein, Dipl. Kinesiologin
Kräuterwissen
Scharfer Haferfuss

Scharfer Haferfuss

Ranunculus acris

Plantae · Tracheophyta · Ranunculaceae · Ranunculus · Ranunculales · Magnoliopsida

Auch: Ranunculastrum boraeanum, Ranunculus acer, Ranunculus constantinopolitanus, Ranunculus lanuginosus, Ranunculus montanus, Ranunculus rivularis, Ranunculus tuberosus

Wirkung

Entzündungshemmende, schmerzstillende, harntreibende Eigenschaften; verwendet bei Arthritis, Rheumatismus, Gicht, Hauterkrankungen wie Ekzem und Dermatitis sowie zur Linderung von Wassereinlagerungen und Ödemen

Überliefertes Wissen

Verwendet von verschiedenen indianischen Stämmen und in der traditionellen europäischen Medizin; lange Geschichte der Anwendung in der traditionellen Medizin; wegen der Giftigkeit ist Vorsicht geboten

Erkennungsmerkmale

leuchtend gelbe Blüten von etwa 25 mm Durchmesser; zusammengesetzte Blätter mit fein geschlitzten, behaarten Blättchen

Wuchs

Ausdauernde krautige Pflanze

Herkunft

Native to Eurasia but naturalized in North America

Verwendete Pflanzenteile
  • Blatt
  • Wurzel
Inhaltsstoffe
  • carotenoid
  • ranunculin
  • chrysanthemaxanthin
  • flavoxanthin
  • anemonin
  • protoanemonin
Sicherheit und Wechselwirkungen

Giftigkeit

mittel

Herkunft der Einstufung: Protoanemonin (Ranunculus acris): Haut- und Schleimhautverätzung; zerfällt beim Trocknen, deshalb ist Heu unbedenklich. Gruppe steht in _WIRKSTOFFGRUPPEN. Stufe gedeckt.

Giftige Teile

  • das ganze Pflanzenorgan

Vergiftungszeichen

verursacht Blasenbildung an Zunge und Lippen, Durchfall, Erblindung, Kammerflimmern, Atemversagen; kann bei Schweinen Lähmungen hervorrufen

Nebenwirkungen

Die Pflanze enthaelt das Glykosid Ranunculin. Bei Verletzung des Gewebes entsteht daraus Protoanemonin, ein fluechtiges, stark blasenziehendes Oel: es trennt Ober- von Lederhaut und erzeugt Blasen, die einer Verbrennung gleichen. Die Reizwirkung ist im Fruehjahr zur Bluetezeit am staerksten und nimmt beim Trocknen der Pflanze ab. Werden groessere Mengen verschluckt, kommt es zu Durchfall, Erbrechen, vermehrtem Speichelfluss, Brennen in Mund und Rachen, Bauchkraempfen und neurologischen Beschwerden.

Gegenanzeigen

Gefährlich, kann tödliche Verätzungen verursachen.

Wechselwirkungen

Zu Wechselwirkungen liegen uns hier keine Angaben vor. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Wenn du Medikamente nimmst, frag bitte deine Ärztin oder in der Apotheke nach.

Dieser Eintrag wird noch ergänzt.

Als PDF mitnehmen

Miriam fragen

Alle Pflanzen im Register