
Helleborus viridis
Plantae · Tracheophyta · Ranunculaceae · Helleborus · Ranunculales · Magnoliopsida
Auch: Helleborus hunfalvyanus viridis, Helleborus vaginatus
Sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 20 bis 60 cm; handförmig geteilte Blattspreiten sieben- bis neunteilig mit gesägten Abschnitten; zwei grundständige Blätter, die nicht überwintern; halb hängende Blüten hell- bis gelbgrüne Farbe, 4 bis 6 cm groß.
Historisch als Heilpflanze eingesetzt; früher als Niespulver verwendet. In der Medizin oft wie Helleborus niger benutzt.
drastische und hydragoge Kathartik bei Dropsien; Emmenagog in Amenorrhöe; Vermifuge bei Kindern mit Lumbricoiden; Nervin bei Manie und Melancholie; Antispasmodik bei Epilepsie
Verwendet als Niespulver; in der Medizin oft wie Helleborus niger benutzt.
halbimmergrüne, ausdauernde Pflanze
Wäldern und Gebüschen
in Mittel- und Westeuropa heimisch, einschließlich Südengland
stark
Herkunft der Einstufung: Helleborin und Helleborein (in der Zeile genannt): Herzglykoside der Nieswurz. Stufe gedeckt.
Erregung motorischer Hirnzentren, Unruhe, Krämpfe, Lähmung, insbesondere Atemlähmung
Als herzwirksame Droge loest die Pflanze Herzrhythmusstoerungen aus, begleitet von Uebelkeit, Erbrechen und Sehstoerungen. Als Hahnenfussgewaechs enthaelt sie zusaetzlich Ranunculin, aus dem bei Verletzung des Gewebes das blasenziehende Protoanemonin entsteht — es reizt Haut und Schleimhaeute bis zur Blasenbildung und verursacht Brennen in Mund und Rachen.
Die Pflanze enthaelt herzwirksame Glykoside. Fuer diese Stoffklasse gilt: Amiodaron, Verapamil, Chinidin und Diltiazem heben den Blutspiegel und koennen eine Vergiftung ausloesen, weil sie den P-Glykoprotein-Transport in den Nierenzellen hemmen und die Ausscheidung bremsen. Ebenso gefaehrlich sind Arzneimittel, die den Elektrolythaushalt verschieben — etwa entwaessernde Mittel: Kaliummangel, Magnesiummangel und Kalziumueberschuss steigern die Empfindlichkeit erheblich.
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