
Glycyrrhiza glabra
Plantae · Tracheophyta · Fabaceae · Glycyrrhiza
Auch: Glycyrrhiza glabra Linn.
vielseitige Pflanze mit einer langen Tradition in der Medizin, Lebensmittelindustrie und als natürliches Süßungsmittel
Anti-inflammatorische Wirkung, Expektoranteneigenschaften und mild laxative Effekte
Inflammierte Verdauungsorgane, Asthma, Hautprobleme, Arthritis, chronische Hepatitis und Lebercirrhose
mehrjährige krautige Pflanze oder Halbstrauch
schattengetrocknet oder bei 40–50°C
luftdicht, dunkel, kühl (Haltbarkeit 2–3 Jahre)
mittel
Herkunft der Einstufung: Glycyrrhizin: hemmt die 11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase und erzeugt dadurch einen Pseudohyperaldosteronismus — Bluthochdruck, Kaliumverlust, Ödeme, in schweren Fällen Rhabdomyolyse und Herzrhythmusstörungen. Schon 50 g Lakritz täglich über Wochen genügen; die EU schreibt ab 4 % Glycyrrhizin einen Warnhinweis vor. ⚠ Der deutsche Name der Zeile ('Lorbeerwurzel') ist falsch — Süßholz. Namensbefund, s. B3.
Erhöhter Blutdruck bei Exzessivem Konsum
Ueberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist mangels ausreichender Daten nicht belegt. Nicht laenger als 4 Wochen anwenden; halten die Beschwerden laenger als 2 Wochen an, ist aerztlicher Rat einzuholen. — Ergänzend aus dem bisherigen Katalogeintrag (ohne Quellenangabe): Exzessive Dosen können ernsthafte Nebenwirkungen wie erhöhte Blutdruck verursachen. Bei hohem Blutdruck sollten große Dosen nicht eingenommen werden.
Suessholzwurzel kann die blutdrucksenkende Wirkung verordneter Arzneimittel abschwaechen. Nicht gleichzeitig anwenden mit Diuretika, Herzglykosiden, Kortikosteroiden, stimulierenden Abfuehrmitteln oder anderen Arzneimitteln, die eine Elektrolytstoerung verstaerken koennen.
Dieser Eintrag wird noch ergänzt.
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