ZumWohlsein — Nicole Wohlsein, Dipl. Kinesiologin
Kräuterwissen
Rauer Beinwell

Rauer Beinwell

Symphytum asperum

Plantae · Tracheophyta · Boraginaceae · Symphytum · Boraginales · Magnoliopsida

Auch: Symphytum armeniacum, Symphytum asperrimum, Symphytum asperrimum aureovariegatum, Symphytum echinatum, Symphytum majus

Wirkung
  • Entzündungshemmend und schmerzlindernd
  • Wundheilung
  • Hustenstiller
Anwendung
  • Salben oder Umschläge für äußere Anwendung
  • Tee oder Sirup innerlich (nur kurzfristig)
Volksmedizin im deutschsprachigen Raum

Hildegard von Bingen nutzte Symphytum officinale (Comfrey) in ihrer Heilkunde vor allem äußerlich für Wundheilung und zur Linderung von Entzündungen. Sie warnte jedoch davor, Comfrey übermäßig oder über längere Zeit innerlich einzunehmen.

Überlieferte Heilwirkungen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelverhärtungen
  • Verstauchungen
  • Regeneration von Haut und Gewebe
  • Husten und Bronchitis
Überliefertes Wissen
  • Hildegard von Bingen nutzte Comfrey äußerlich für Wundheilung und Entzündungen, warnte aber vor innerlicher Einnahme
Standort

Sonnig bis halbschattig, feuchte, nährstoffreiche Böden

Verwendete Pflanzenteile
  • Blätter
  • Wurzeln
Zubereitung
  • Salbe
  • Tee
  • Sirup
Erntezeit
  • Teil: Blätter · Monate: [5, 6, 7, 8, 9] · Hinweis: Optimal vor der Blüte für höchste Wirkstoffkonzentration. · Mondphase: zunehmend
  • Teil: Wurzel · Monate: [3, 4, 10, 11] · Hinweis: Ideal im Frühling (vor dem Austrieb) oder Herbst (nach der Blüte). · Mondphase: abnehmend
Sammeln

Sammelzeit: Blätter: April bis Mai, Wurzeln: Spätherbst oder zeitiges Frühjahr | Pflanzenteile: Blätter, Wurzeln

Inhaltsstoffe
  • Pyrrolizidin-Alkaloide
In der Küche
  • Junge Blätter können wie Spinat zubereitet werden
  • Wurzeln selten als Gemüse verwendet
Sicherheit und Wechselwirkungen

Giftigkeit

stark

Herkunft der Einstufung: Pyrrolizidinalkaloide (in der Zeile genannt): lebertoxisch, veno-occlusive disease, kumulativ. Stufe gedeckt (Gruppe steht in _WIRKSTOFFGRUPPEN).

Giftige Teile

  • Wurzel
  • Blatt
  • Kraut

Vergiftungszeichen

Die Pyrrolizidinalkaloide werden in der Leber zu reaktiven Zwischenstufen umgebaut und schaedigen die kleinen Lebervenen — es entsteht das hepatische sinusoidale Obstruktionssyndrom. Warnzeichen sind Muedigkeit, Appetitverlust, Gelbfaerbung von Haut und Augen, Oberbauchschmerzen und dunkler Urin. Die Schaedigung entwickelt sich schleichend ueber Wochen bis Monate; gefaehrlich ist vor allem die dauerhafte Aufnahme kleiner Mengen.

Gegenanzeigen

  • Schwangerschaft
  • Leberprobleme
  • Kinder

Wechselwirkungen

Zu Wechselwirkungen liegen uns hier keine Angaben vor. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Wenn du Medikamente nimmst, frag bitte deine Ärztin oder in der Apotheke nach.

Dieser Eintrag wird noch ergänzt.

Als PDF mitnehmen

Miriam fragen

Alle Pflanzen im Register