
Gloriosa superba
Plantae · Tracheophyta · Colchicaceae · Gloriosa · Liliales · Liliopsida
Auch: Eugone superba (L.) Salisb., Gloriosa angulata Schumach., Gloriosa cirrhifolia Stokes, Gloriosa doniana Schult. & Schult.f., Gloriosa nepalensis G.Don, Gloriosa rockefelleriana Stehlé & M.Stehlé, Gloriosa rothschildiana O'Brien, Gloriosa verschuurii Hoog, Methonica doniana (Schult. & Schult.f.) Kunth, Methonica gloriosa Salisb., Methonica superba (L.) Crantz
Sommergrüne Kletterpflanze mit walzenförmiger Wurzelknolle, auffälligen scharlachroten Blüten, wechselständig angeordneten lanzettlich geformten Blättern
Betrachtet als magisch in einigen Kulturen
Walzenförmige Wurzelknolle, auffällige scharlachrote Blüten mit sechs Tepalen bis zu 7.6 cm lang und sechs Stämmen bis zu 4 cm lang; Frucht eine fleischige Kapsel bis zu 12 cm lang mit roten Samen
Kletterpflanze
Tropische Regionen Afrikas und Asiens, auch in Teilen Chinas, Australiens, der Karibik und Pazifikinseln
Sonntrocknung
stark
Herkunft der Einstufung: Colchicin (Gloriosa superba führt es in Knolle und Samen) — die Aminosäurenliste der Zeile ist unvollständig, der Wirkstoff ist gut belegt; Suizid- und Unfallvergiftungen mit Todesfolge dokumentiert. Stufe gedeckt.
Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blutiger Durchfall, Dehydrierung, Rhabdomyolyse, Ileus, Atemdepression, Hypotonie, Koagulopathie, Hämaturie, Krampfanfälle, Koma, Aufsteigende Lähmungen
Vergiftungen verlaufen rasch und schwer, mit Beteiligung von Magen-Darm-Trakt, Nervensystem, Herz und Knochenmark. Erste Phase innerhalb von 24 Stunden: Bauchschmerzen, Uebelkeit, Erbrechen, Durchfall und erheblicher Fluessigkeitsverlust. Colchicin bindet an Tubulin und verhindert die Bildung von Mikrotubuli; betroffen sind vor allem Gewebe mit hoher Zellteilungsrate (Magen-Darm-Trakt, Knochenmark, Haarfollikel). — Ergänzend aus dem bisherigen Katalogeintrag (ohne Quellenangabe): Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blutiger Durchfall, Dehydrierung, Rhabdomyolyse, Ileus, Atemdepression, Hypotonie, Koagulopathie, Hämaturie, Krampfanfälle, Koma, Aufsteigende Lähmungen.
Der Wirkstoff Colchicin wird ueber CYP3A4 und P-Glykoprotein verstoffwechselt. Hemmstoffe dieser Systeme — Clarithromycin, Erythromycin, Ketoconazol, Ciclosporin und Grapefruitsaft — erhoehen den Colchicinspiegel und damit die Vergiftungsgefahr. Die gleichzeitige Gabe von Statinen steigert das Myopathie-Risiko.
Dieser Eintrag wird noch ergänzt.
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