
Plantae · Tracheophyta · Fabaceae · Abrus · Fabales · Magnoliopsida
Auch: Jequirity bean, Rosary pea
Krautige Blütenpflanze; schlanke, ausdauernde Kletterpflanze mit langen, gefiederten Blättern.
Auffällige Samen – glänzend, rot mit einem schwarzen Fleck.
Kletterpflanze
Heimisch in Asien und Australien; invasiv in warm-gemäßigten bis tropischen Regionen einschließlich Belize, den Karibischen Inseln, Hawaii, Polynesien und Teilen des US-amerikanischen Festlands (Florida)
tödlich
Herkunft der Einstufung: Abrin (Abrus precatorius, Paternostererbse): Ribosomen-inaktivierendes Lektin wie Rizin, aber potenter — ein zerkauter Samen kann letal sein. Stufe gedeckt (Wirkstoffgruppe Ricin/Abrin steht in _WIRKSTOFFGRUPPEN).
Nausea, Vomiting, Convulsions, Liver failure, Death
Die Samen enthalten das Toxin Abrin; die toedliche Dosis liegt beim Menschen bei 0,1 bis 1 Mikrogramm je Kilogramm Koerpergewicht. Die Beschwerden beginnen meist mit Magen-Darm-Symptomen: Uebelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall, teils blutig. Hinzu treten Aufloesung roter Blutkoerperchen, akute Nierenschaedigung, Leberschaedigung und Krampfanfaelle. Beschrieben sind auch Delirium, Halluzinationen, Bewusstseinstruebung und generalisierte Anfaelle. Tod durch Leberversagen, Nierenversagen oder Hirnoedem ist moeglich.
Keine Anwendung am Menschen. Die Samen sind hochgiftig; werden sie zerkaut oder zerkleinert, tritt das Toxin aus der harten Schale aus, was die Vergiftung erheblich verschaerft und den Beginn beschleunigt. Erste Beschwerden koennen binnen sechs Stunden auftreten, setzen aber meist erst nach ein bis drei Tagen ein — eine beschwerdefreie Anfangszeit schliesst eine schwere Vergiftung also nicht aus.
Zu Wechselwirkungen liegen uns hier keine Angaben vor. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Wenn du Medikamente nimmst, frag bitte deine Ärztin oder in der Apotheke nach.
Dieser Eintrag wird noch ergänzt.
Als PDF mitnehmen