
Plantae · Tracheophyta · Rubiaceae · Cinchona · Gentianales · Magnoliopsida
Auch: C. ledgeriana Wedd., Cinchona ledgeriana
Strauch oder Baum
stark
Herkunft der Einstufung: Chinin 70–80 % (in der Zeile genannt): Cinchonismus mit Hörverlust, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen; Thrombozytopenie. Stufe gedeckt.
GI upset, Kopfschmerzen, Schwindel, Taubheit, Ventricular arrhythmias, hypoglycemia, renal failure, respiratory failure, jaundice, death
Die Vergiftung traegt einen eigenen Namen — Cinchonismus. Sie umfasst Uebelkeit, Schwindel, Kopfschmerz, Ohrgeraeusche und Sehstoerungen. Das Gehoer wird geschaedigt, weil die Haarzellen der Hoerschnecke gestoert und Ionenkanaele der Hoernerven blockiert werden; Hoerverlust und Tinnitus sind die Folge. An Netzhaut und Sehnerv kann eine unmittelbare Giftwirkung bleibende Erblindung verursachen. Beschrieben ist ausserdem eine anhaltende neuropsychiatrische Stoerung mit chronischer Hirnfunktionsstoerung. — Ergänzend aus dem bisherigen Katalogeintrag (ohne Quellenangabe): GI upset, Kopfschmerzen, Schwindel, Taubheit, Ventricular arrhythmias, hypoglycemia, renal failure, respiratory failure, jaundice, death.
Chinin hemmt das Enzym CYP3A4. Wer gleichzeitig Arzneimittel einnimmt, die ueber dieses Enzym abgebaut werden, muss sorgfaeltig auf verstaerkte Wirkungen und Nebenwirkungen ueberwacht werden — belegt ist unter anderem eine Chinin-ausgeloeste Simvastatin-Vergiftung. Das verwandte Chinidin senkt die Gesamtausscheidung von Digoxin um 30 Prozent, die ueber die Niere um 32 Prozent; bei gleichzeitiger Gabe von Herzglykosiden droht daher eine Anreicherung.
Dieser Eintrag wird noch ergänzt.
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