ZumWohlsein — Nicole Wohlsein, Dipl. Kinesiologin
Kräuterwissen
Cinchona calisaya

Cinchona calisaya

Plantae · Tracheophyta · Rubiaceae · Cinchona · Gentianales · Magnoliopsida

Auch: C. ledgeriana Wedd., Cinchona ledgeriana

Wirkung
  • Anti-malaria
  • febrifugale Wirkung
Überlieferte Heilwirkungen
  • Malaria
  • Neuralgie
  • Muskelkrampfen
  • Herzfibrillation
  • Gegen Intoxikationen und Sore Throat
Ayurveda
Fever
ja
Arthritis
ja
Dysentery
ja
Influenza
ja
Amoebiasis
ja
Schizonticide
ja
Nocturnal leg cramps
ja
Skeletal muscle relaxant
ja
Treatment of haemorrhoids
ja
Überliefertes Wissen
  • Ursprünglich in Südamerika zur Behandlung von Fieber und anderen Anwendungen
  • In Europa seit 1640 als Medikament gegen Malaria und andere Fieber
  • Heilung der Gräfin Anna Condeza de Chinchón (1599–1640) durch Jesuitenpater Juan de Vega
Wuchs

Strauch oder Baum

Blütezeit
  • August bis Anfang Herbst
Herkunft
  • Südamerika
  • Java
Verwendete Pflanzenteile
  • Rinde
Erntezeit
  • Teil: Rinde · Monate: [8, 9] · Bedingungen: Warm-humid Klima, 17-24 °C Tagestemperaturen, pH 5-6, gut durchlässiges, feuchtes Boden
Inhaltsstoffe
  • Quinine (70–80% der totalen Inhaltsstoffe)
  • Cinchonine
  • Quinidine
  • Cinchonidine
  • Bitterstoffe
  • Astringente
Ätherische Öle
  • (-)-secologanin
  • loganin
Sicherheit und Wechselwirkungen

Giftigkeit

stark

Herkunft der Einstufung: Chinin 70–80 % (in der Zeile genannt): Cinchonismus mit Hörverlust, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen; Thrombozytopenie. Stufe gedeckt.

Giftige Teile

  • Rinde

Teile und Zubereitungen im Einzelnen

  • Rinde · frisch — giftig
    kardiale Natrium- und Kalium-Kanalklemme, zerebrale und renale Toxizität. Cinchonismus-Trio: Magen-Darm-Unwohlsein, Kopfschmerzen und Ohrgeräusche. Ventrikuläre Arrhythmien, Hypoglykämie, Nierenversagen, Atemversagen, Gelbucht und Tod.

Vergiftungszeichen

GI upset, Kopfschmerzen, Schwindel, Taubheit, Ventricular arrhythmias, hypoglycemia, renal failure, respiratory failure, jaundice, death

Nebenwirkungen

Die Vergiftung traegt einen eigenen Namen — Cinchonismus. Sie umfasst Uebelkeit, Schwindel, Kopfschmerz, Ohrgeraeusche und Sehstoerungen. Das Gehoer wird geschaedigt, weil die Haarzellen der Hoerschnecke gestoert und Ionenkanaele der Hoernerven blockiert werden; Hoerverlust und Tinnitus sind die Folge. An Netzhaut und Sehnerv kann eine unmittelbare Giftwirkung bleibende Erblindung verursachen. Beschrieben ist ausserdem eine anhaltende neuropsychiatrische Stoerung mit chronischer Hirnfunktionsstoerung. — Ergänzend aus dem bisherigen Katalogeintrag (ohne Quellenangabe): GI upset, Kopfschmerzen, Schwindel, Taubheit, Ventricular arrhythmias, hypoglycemia, renal failure, respiratory failure, jaundice, death.

Wechselwirkungen

Chinin hemmt das Enzym CYP3A4. Wer gleichzeitig Arzneimittel einnimmt, die ueber dieses Enzym abgebaut werden, muss sorgfaeltig auf verstaerkte Wirkungen und Nebenwirkungen ueberwacht werden — belegt ist unter anderem eine Chinin-ausgeloeste Simvastatin-Vergiftung. Das verwandte Chinidin senkt die Gesamtausscheidung von Digoxin um 30 Prozent, die ueber die Niere um 32 Prozent; bei gleichzeitiger Gabe von Herzglykosiden droht daher eine Anreicherung.

Dieser Eintrag wird noch ergänzt.

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