ZumWohlsein — Nicole Wohlsein, Dipl. Kinesiologin
Kräuterwissen
Agave angustifolia

Agave angustifolia

Plantae · Tracheophyta · Asparagaceae · Agave · Asparagales · Liliopsida

Über die Pflanze

Immergrüne Staude, wird bei mittlerer Wuchsgeschwindigkeit 2 m hoch und 2 m breit. Blüten werden von Fledermäusen bestäubt.

Wirkung

Anti-inflammatory, digestive aid

Überlieferte Heilwirkungen
  • Wird in der traditionellen Medizin bei entzündungsbedingten Erkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Verstauchungen und Knochenbrüchen (bei Menschen und Tieren) verwendet.
Traditionelle Chinesische Medizin
Freitext
Clears heat, cools blood, nourishes yin, reduces fire, stops bleeding
Überliefertes Wissen

Wird in der traditionellen mexikanischen Medizin bei Entzündungen verwendet. Dient außerdem als Nahrung, Brennstoff, Baumaterial, Faserquelle, Dünger und Zierpflanze.

Kulturelle Bedeutung

Traditionelle Mezcal-erzeugende Gehöfte im südlichen Jalisco werden als 'mezcaleras' bezeichnet und erhalten rund 20 Landsorten.

Erkennungsmerkmale

Bildet 'Kindel' aus Ausläufern, flaches Rhizom-Wurzelsystem.

Wuchs

Perennial

Standort

Warme, sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden.

Herkunft

Native to Central America to southern North America - Mexico

Verwendete Pflanzenteile
  • Blätter und Saft werden für Sirup oder Nektar sowie zu Heilzwecken verwendet.
Zubereitung
  • Fermentiert/destilliert zu Mescal oder Tequila
Erntezeit
  • Teil: Sap extracted from roasted bases of defoliated flowering stems shortly before flowering
Inhaltsstoffe
  • Fructane, Flavonoide, Terpenoide, Steroidsaponine (Smilagenin, Gitogenin, Manogenin, Kamogenin, Hecogenin, Tigogenin, Agavasaponin E und H)
Sicherheit und Wechselwirkungen

Giftigkeit

schwach

Herkunft der Einstufung: Saponine und Calciumoxalat plus mechanische Verletzung durch die Blattdornen (in der Zeile benannt): Kontaktdermatitis. Die Hauptgefahr ist mechanisch, nicht toxisch. Stufe gedeckt.

Giftige Teile

  • Blattdornen
  • Saft
  • Blätter

Vergiftungszeichen

Zwei Wirkungen zugleich: die kraeftigen Blattdornen verletzen mechanisch, der Saft reizt chemisch. In allen Geweben stecken nadelfoermige Kalziumoxalat-Kristalle (Raphiden) — ein einziger Tropfen Blattsaft enthaelt 100 bis 150 davon, je 30 bis 500 Mikrometer lang und beidseitig zugespitzt — dazu Steroidsaponine. Die Folge ist eine reizende Kontaktdermatitis mit Blaeschen, in Faellen auch mit punktfoermigen Einblutungen. Bei Arbeitern in Agavenpflanzungen und Tequila-Brennereien beschrieben.

Wechselwirkungen

Zu Wechselwirkungen liegen uns hier keine Angaben vor. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Wenn du Medikamente nimmst, frag bitte deine Ärztin oder in der Apotheke nach.

Dieser Eintrag wird noch ergänzt.

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