Nerium oleander
Plantae · Tracheophyta · Apocynaceae · Nerium · Gentianales · Magnoliopsida
Auch: Nerion oleandrum, Nerium atropurpureum, Nerium coccineum, Nerium haquevillei, Nerium indicum aurantiacum, Nerium indicum luteum, Nerium indicum ochroleucum, Nerium indicum oxiacantholens, Nerium indicum plenum, Nerium indicum ragonotii, Nerium indicum splendens, Nerium madonii, Nerium odorum
Immergrüner Strauch mit ledrigen, lanzettlichen Blättern und weißen, rosa oder roten Blüten. Im deutschsprachigen Raum verbreitete Kübelpflanze.
Innerlich: e Vergiftungen mit Oleander kommen selten vor, weil die Oleanderblätter bitter schmecken und daher nicht verlockend auf Kinder wirken.
Ledrige, schmale Blätter in Quirlen; alle Pflanzenteile führen weißen Milchsaft.
Sammelzeit: Anwendung Achtung! Stark giftig. Oleander nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Da der Oleander tödlich giftig ist, darf man ihn keinesfalls einfach als Kräutertee anwenden. In standartisierter Zubereitung kann der Oleander jedoch ein gutes Heilmittel gegen Herzinsuffizienz sein, ähnlich wie der Fingerhut oder das Maiglöckchen. In homöopathischer Verdünnung Der Oleander wird auch gerne als homöopathisches Mittel eingesetzt. Gegen Herzbeschwerden wird er als Urtinktur oder in D1 verwendet. Dreimal täglich kann man 3 bis 15 Tropfen einnehmen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine hochdosierte Anwendung, die vom Arzt zu kontrollieren ist. Eigentlich ist diese Nutzung des Oleanders keine Homöopathie im üblichen Sinne. Gegen Verdauungsbeschwerden und Hautprobleme kann man den Oleander in D3 bis D12 einsetzen. Dazu nimmt man mindestens dreimal täglich 5 bis 15 Tropfen. Giftwirkung Innerliche Vergiftungen mit Oleander kommen selten vor, weil die Oleanderblätter bitter schmecken und daher nicht verlockend auf Kinder wirken. Wenn es aber doch mal geschehen ist, dass man zuviel Oleander zu sich genommen hat, kommt es zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Krämpfen. Zusätzlich kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, die bis zum Herzstillstand führen können. In einem Vergiftungs-Fall mit Oleander muss sofort ein Arzt gerufen werden. In der Wartezeit sollte man, nach vorheriger absprache mit dem Arzt, den Magen entleeren, beispielsweise durch Trinken von reichlich Salzwasser und Kitzeln im Gaumen, aber natürlich nur, wenn der Vergiftete bei Bewusstsein ist. Nach dem Erbrechen kann man Aktivkohle geben. Problematisch kann es auch sein, wenn man bei der Pflege des Oleanders | Pflanzenteile: Blätter
tödlich
Herkunft der Einstufung: Oleandrin (Nerium oleander): Herzglykosid wie Digitalis, alle Pflanzenteile, auch Rauch verbrannter Zweige. Stufe gedeckt.
Oleander enthält herzwirksame Glykoside, vor allem Oleandrin. Das Vergiftungsbild entspricht dem der Digitalisvergiftung: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Sehstörungen sowie Herzrhythmusstörungen mit kennzeichnenden EKG-Veränderungen bis zum Herzstillstand. Kaliummangel, Magnesiummangel und Kalziumüberschuss verstärken die Wirkung. Schon wenige Blätter können für ein Kind gefährlich sein; auch das Verbrennen von Schnittgut ist riskant.
Als herzglykosidhaltige Pflanze gilt dieselbe Interaktionslage wie für Digitalis: Amiodaron, Verapamil, Chinidin und Diltiazem heben den Wirkspiegel durch Hemmung des P-Glykoprotein-Transports; entwässernde Mittel und alles, was den Elektrolythaushalt verschiebt, steigern die Empfindlichkeit erheblich.
Dieser Eintrag wird noch ergänzt.
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