Giftigkeit
stark
Herkunft der Einstufung: Symphytum-Arten führen durchgängig Pyrrolizidinalkaloide (lebertoxisch, kumulativ); die Gattungszugehörigkeit trägt die Stufe. Stufe gedeckt.
Giftige Teile
Teile und Zubereitungen im Einzelnen
- Wurzel · getrocknet — giftig
- Wurzel · Tee — giftig
- Wurzel · Extrakt — in dieser Form verwendet
Diese Angabe gilt nur für Wurzel in der Form Extrakt — nicht für andere Teile oder Zubereitungen. - Wurzel · Kaltauszug — in dieser Form verwendet
Diese Angabe gilt nur für Wurzel in der Form Kaltauszug — nicht für andere Teile oder Zubereitungen. - Blatt · Tee — in dieser Form verwendet
Diese Angabe gilt nur für Blatt in der Form Tee — nicht für andere Teile oder Zubereitungen. - Gesamtpflanze · Salbe — in dieser Form verwendet
Diese Angabe gilt nur für Gesamtpflanze in der Form Salbe — nicht für andere Teile oder Zubereitungen. - Gesamtpflanze · Poultice — in dieser Form verwendet
Diese Angabe gilt nur für Gesamtpflanze in der Form Poultice — nicht für andere Teile oder Zubereitungen.
Vergiftungszeichen
Die Pyrrolizidinalkaloide werden in der Leber zu reaktiven Zwischenstufen umgebaut und schaedigen die kleinen Lebervenen — es entsteht das hepatische sinusoidale Obstruktionssyndrom. Warnzeichen sind Muedigkeit, Appetitverlust, Gelbfaerbung von Haut und Augen, Oberbauchschmerzen und dunkler Urin. Die Schaedigung entwickelt sich schleichend ueber Wochen bis Monate; gefaehrlich ist vor allem die dauerhafte Aufnahme kleiner Mengen.
Gegenanzeigen
- Schwangerschaft & Stillzeit
- Lebererkrankungen
- Offenen Wunden
- Längerer Einnahme
Wechselwirkungen
- Blutverdünner (z. B. Marcumar)
- Leberbelastende Medikamente (z. B. Spitzwegerich)
- Typ: NIE_kombinieren · Hinweis: Kombination mit Schöllkraut ist gefährlich, da beide Pflanzen giftige Alkaloide enthalten können, was zu zusätzlicher Leberbelastung führen kann. · Pflanze latein: Chelidonium majus · Pflanze deutsch: Schöllkraut
- Typ: NIE_kombinieren · Hinweis: Kombination mit Maiglöckchen kann zu Herzrhythmusstörungen führen, da beide Pflanzen Alkaloide enthalten. · Pflanze latein: Digitalis purpurea · Pflanze deutsch: Maiglöckchen
- Typ: NIE_kombinieren · Hinweis: Kombination mit Eisenkraut kann zu zusätzlicher Leberbelastung führen. · Pflanze latein: Centaurium erythraea · Pflanze deutsch: Eisenkraut
- Typ: NIE_kombinieren · Hinweis: Kombination mit Wermut kann zu zusätzlicher Leberbelastung führen. · Pflanze latein: Artemisia absinthium · Pflanze deutsch: Wermut
- Typ: wirkung_aufgehoben · Hinweis: Kombination mit Wermutbeere kann die entzündungshemmende und wundheilende Wirkung des Beinwells aufheben. · Pflanze latein: Hypericum perforatum · Pflanze deutsch: Wermutbeere (Krampferbeere)
- Typ: hemmt · Hinweis: Kombination mit Gänsefuß kann die Wundheilungsfähigkeit des Beinwells hemmen. · Pflanze latein: Plantago major · Pflanze deutsch: Gänsefuß
- Typ: verstärkt · Hinweis: Kombination mit Gemeiner Brennessel kann die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung des Beinwells verstärken. · Pflanze latein: Urtica dioica · Pflanze deutsch: Gemeine Brennessel
- Typ: verstärkt · Hinweis: Kombination mit Frauenschuh kann die wundheilende Wirkung des Beinwells verstärken. · Pflanze latein: Achillea millefolium · Pflanze deutsch: Frauenschuh (Wundklee)
- Typ: verstärkt · Hinweis: Kombination mit Hunderose kann die wundheilende und entzündungshemmende Wirkung des Beinwells verstärken. · Pflanze latein: Rosa canina · Pflanze deutsch: Hunderose (Rosier)
- Typ: verstärkt · Hinweis: Kombination mit Gartenkresse kann die wundheilende und entzündungshemmende Wirkung des Beinwells verstärken. · Pflanze latein: Calendula officinalis · Pflanze deutsch: Gartenkresse (Heiliger Kresse)