ZumWohlsein — Nicole Wohlsein, Dipl. Kinesiologin
Kräuterwissen

Jakobs-Greiskraut

Senecio jacobaea

Plantae · Tracheophyta · Asteraceae · Senecio · Asterales · Magnoliopsida

Auch: Cineraria acanthifolia, Cineraria calvescens, Cineraria ceratophylla, Cineraria maritima, Cineraria maritima candidissima, Jacobaea maritima maritima, Jacobaea tomentosa, Leucoseris maritimus, Othonna maritima, Senecio acanthifolius, Senecio anthorifolius, Senecio bicolor cineraria, Senecio bicolor plattii, Senecio borysthenius, Senecio chrysanthemifolius, Senecio cineraria, Senecio erucifolius, Senecio gibbosus cineraria, Senecio ginesii, Senecio maritimus

Über die Pflanze

Zweijährige bis mehrjährige Staude mit fiederteiligen Blättern und dichten Schirmrispen gelber Körbchenblüten. Häufig auf Weiden, Brachen und an Straßenrändern.

Volksmedizin im deutschsprachigen Raum

Entzündungen, Gelenkschmerzen,

Innerlich: en Anwendung langfristig Leberschäden.

Überlieferte Heilwirkungen
  • entzündugnshemmend
  • gewebestärkend
  • schmerzstillend
Erkennungsmerkmale

Gelbe Körbchen in dichten Doldenrispen; Blätter fiederteilig mit stumpfen Zipfeln.

Sammeln

Pflanzenteile: oberirdisches blühendes Kraut

Inhaltsstoffe
  • seneciphylline
  • senecionine
  • integerrimine
  • 4-ethylidene-7-hydroxy-6,7-dimethyl-2,9-dioxa-14-azatricyclo[9.5.1.0¹⁴,¹⁷]heptadec-11-ene-3,8-dione
  • otosenine
  • jacobine
  • stigmast-5-en-3-ol
  • lupeol
  • retrorsine
  • senecivernine
  • stigmast-5-en-3-ol, (3β)-
  • usaramine
  • phytosterol
  • amyrin
  • heptadeca-2,8,10,16-tetraen-4,6-diyn-1-ol
  • senecionine n-oxide
  • β-amyrin
  • (2e,8e,10e)-heptadeca-2,8,10,16-tetraen-4,6-diyn-1-ol
  • campesterol
  • jacobine
  • putrescine
  • spermidine
  • senkirkine
  • (-)-germacrene d
  • 2,6-dimethylocta-1,3,5,7-tetraene
  • (3e,9e,11e)-octadeca-3,9,11,17-tetraen-5,7-diynal
  • 8-isopropyl-1-methyl-5-methylidenecyclodeca-1,6-diene
  • jaconine
  • cosmene
  • (7e,9e)-heptadeca-1,7,9-trien-11,13,15-triyne
Ätherische Öle
  • lupeol
  • amyrin
  • β-amyrin
  • (-)-germacrene d
  • 2,6-dimethylocta-1,3,5,7-tetraene
  • 8-isopropyl-1-methyl-5-methylidenecyclodeca-1,6-diene
  • (4ar,6ar,6br,8as,12ar,12br,14ar,14br)-4,4,6a,6b,8a,11,12,14b-octamethyl-2,3,4a,5,6,7,8,9,12,12a,12b,13,14,14a-tetradecahydro-1h-picen-3-ol
  • cosmene
  • (6ar,6br,8ar,14br)-4,4,6a,6b,8a,12,14b-heptamethyl-11-methylidene-hexadecahydropicen-3-ol
  • taraxasterol
Sicherheit und Wechselwirkungen

Giftigkeit

stark

Herkunft der Einstufung: Pyrrolizidinalkaloide (Jacobin, Senecionin): Jakobs-Greiskraut ist die klassische Ursache von Leberzirrhose bei Weidevieh, kumulativ. Stufe gedeckt.

Giftige Teile

  • Kraut
  • Blüten
  • Wurzel
  • alle Pflanzenteile

Teile und Zubereitungen im Einzelnen

  • Blüte · frisch — giftig
    Bereits geringe Mengen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können die Leber dauerhaft schädigen und eine schleichende Vergiftung über einen längeren Zeitraum verursachen. In schweren Fällen kann dies zur Entstehung von Leberkrebs führen.
  • Kraut · frisch — giftig
    Bereits geringe Mengen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können die Leber dauerhaft schädigen und eine schleichende Vergiftung über einen längeren Zeitraum verursachen. In schweren Fällen kann dies zur Entstehung von Leberkrebs führen.
  • Kraut · getrocknet — giftig
    Bereits geringe Mengen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können die Leber dauerhaft schädigen und eine schleichende Vergiftung über einen längeren Zeitraum verursachen. In schweren Fällen kann dies zur Entstehung von Leberkrebs führen.
  • Wurzel · frisch — giftig
    Bereits geringe Mengen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können die Leber dauerhaft schädigen und eine schleichende Vergiftung über einen längeren Zeitraum verursachen. In schweren Fällen kann dies zur Entstehung von Leberkrebs führen.

Vergiftungszeichen

Die Pyrrolizidinalkaloide werden in der Leber zu reaktiven Zwischenstufen umgebaut und schädigen die kleinen Lebervenen. Es entsteht das hepatische sinusoidale Obstruktionssyndrom mit Leberschwellung, Bauchwassersucht und Gelbsucht; die Schädigung entwickelt sich schleichend über Wochen bis Monate. Die Alkaloide gelten zudem als erbgutschädigend. Gefährlich ist vor allem die dauerhafte Aufnahme kleiner Mengen — etwa über verunreinigte Kräutertees, Honig oder Salate.

Wechselwirkungen

Die Belastung mit Pyrrolizidinalkaloiden addiert sich über alle Quellen. Wer gleichzeitig andere pyrrolizidinalkaloidhaltige Pflanzen anwendet — etwa Beinwell, Huflattich, Pestwurz oder Borretsch — überschreitet die tolerierbare Tagesmenge entsprechend schneller.

Dieser Eintrag wird noch ergänzt.

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