
Kräuterwissen
Jakobs-Greiskraut
Senecio jacobaea
Plantae · Tracheophyta · Asteraceae · Senecio · Asterales · Magnoliopsida
Auch: Cineraria acanthifolia, Cineraria calvescens, Cineraria ceratophylla, Cineraria maritima, Cineraria maritima candidissima, Jacobaea maritima maritima, Jacobaea tomentosa, Leucoseris maritimus, Othonna maritima, Senecio acanthifolius, Senecio anthorifolius, Senecio bicolor cineraria, Senecio bicolor plattii, Senecio borysthenius, Senecio chrysanthemifolius, Senecio cineraria, Senecio erucifolius, Senecio gibbosus cineraria, Senecio ginesii, Senecio maritimus
Über die Pflanze
Zweijährige bis mehrjährige Staude mit fiederteiligen Blättern und dichten Schirmrispen gelber Körbchenblüten. Häufig auf Weiden, Brachen und an Straßenrändern.
Volksmedizin im deutschsprachigen Raum
Entzündungen, Gelenkschmerzen,
Innerlich: en Anwendung langfristig Leberschäden.
Überlieferte Heilwirkungen
- entzündugnshemmend
- gewebestärkend
- schmerzstillend
Erkennungsmerkmale
Gelbe Körbchen in dichten Doldenrispen; Blätter fiederteilig mit stumpfen Zipfeln.
Sammeln
Pflanzenteile: oberirdisches blühendes Kraut
Inhaltsstoffe
- seneciphylline
- senecionine
- integerrimine
- 4-ethylidene-7-hydroxy-6,7-dimethyl-2,9-dioxa-14-azatricyclo[9.5.1.0¹⁴,¹⁷]heptadec-11-ene-3,8-dione
- otosenine
- jacobine
- stigmast-5-en-3-ol
- lupeol
- retrorsine
- senecivernine
- stigmast-5-en-3-ol, (3β)-
- usaramine
- phytosterol
- amyrin
- heptadeca-2,8,10,16-tetraen-4,6-diyn-1-ol
- senecionine n-oxide
- β-amyrin
- (2e,8e,10e)-heptadeca-2,8,10,16-tetraen-4,6-diyn-1-ol
- campesterol
- jacobine
- putrescine
- spermidine
- senkirkine
- (-)-germacrene d
- 2,6-dimethylocta-1,3,5,7-tetraene
- (3e,9e,11e)-octadeca-3,9,11,17-tetraen-5,7-diynal
- 8-isopropyl-1-methyl-5-methylidenecyclodeca-1,6-diene
- jaconine
- cosmene
- (7e,9e)-heptadeca-1,7,9-trien-11,13,15-triyne
Ätherische Öle
- lupeol
- amyrin
- β-amyrin
- (-)-germacrene d
- 2,6-dimethylocta-1,3,5,7-tetraene
- 8-isopropyl-1-methyl-5-methylidenecyclodeca-1,6-diene
- (4ar,6ar,6br,8as,12ar,12br,14ar,14br)-4,4,6a,6b,8a,11,12,14b-octamethyl-2,3,4a,5,6,7,8,9,12,12a,12b,13,14,14a-tetradecahydro-1h-picen-3-ol
- cosmene
- (6ar,6br,8ar,14br)-4,4,6a,6b,8a,12,14b-heptamethyl-11-methylidene-hexadecahydropicen-3-ol
- taraxasterol
Sicherheit und Wechselwirkungen
Giftigkeit
stark
Herkunft der Einstufung: Pyrrolizidinalkaloide (Jacobin, Senecionin): Jakobs-Greiskraut ist die klassische Ursache von Leberzirrhose bei Weidevieh, kumulativ. Stufe gedeckt.
Giftige Teile
- Kraut
- Blüten
- Wurzel
- alle Pflanzenteile
Teile und Zubereitungen im Einzelnen
- Blüte · frisch — giftig
Bereits geringe Mengen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können die Leber dauerhaft schädigen und eine schleichende Vergiftung über einen längeren Zeitraum verursachen. In schweren Fällen kann dies zur Entstehung von Leberkrebs führen. - Kraut · frisch — giftig
Bereits geringe Mengen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können die Leber dauerhaft schädigen und eine schleichende Vergiftung über einen längeren Zeitraum verursachen. In schweren Fällen kann dies zur Entstehung von Leberkrebs führen. - Kraut · getrocknet — giftig
Bereits geringe Mengen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können die Leber dauerhaft schädigen und eine schleichende Vergiftung über einen längeren Zeitraum verursachen. In schweren Fällen kann dies zur Entstehung von Leberkrebs führen. - Wurzel · frisch — giftig
Bereits geringe Mengen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide können die Leber dauerhaft schädigen und eine schleichende Vergiftung über einen längeren Zeitraum verursachen. In schweren Fällen kann dies zur Entstehung von Leberkrebs führen.
Vergiftungszeichen
Die Pyrrolizidinalkaloide werden in der Leber zu reaktiven Zwischenstufen umgebaut und schädigen die kleinen Lebervenen. Es entsteht das hepatische sinusoidale Obstruktionssyndrom mit Leberschwellung, Bauchwassersucht und Gelbsucht; die Schädigung entwickelt sich schleichend über Wochen bis Monate. Die Alkaloide gelten zudem als erbgutschädigend. Gefährlich ist vor allem die dauerhafte Aufnahme kleiner Mengen — etwa über verunreinigte Kräutertees, Honig oder Salate.
Wechselwirkungen
Die Belastung mit Pyrrolizidinalkaloiden addiert sich über alle Quellen. Wer gleichzeitig andere pyrrolizidinalkaloidhaltige Pflanzen anwendet — etwa Beinwell, Huflattich, Pestwurz oder Borretsch — überschreitet die tolerierbare Tagesmenge entsprechend schneller.
Dieser Eintrag wird noch ergänzt.
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